Gedenken an die Deportation der Hemsbacher Juden 1940

Nach der Verlesung der Namen der am 22.Oktober 1940 deportierten Hemsbacher Juden wird der Referent über seine Erfahrungen bei der zähen Aufarbeitung des gegen Juden begangenen Unrechts am Beispiel von Lorsch berichten. Wie andernorts auch, wurde die Beraubung und Entrechtung der jüdischen Mitbürger in der NS-Zeit als ein von außen über den Ort gekommenes Ereignis nacherzählt.

Dem Pogrom 1938 hätte man mehr oder weniger machtlos gegenüber gestanden. Die Mauer des Schweigens hielt auch nach Jahrzehnten und trotz der an Jahrestagen üblichen Nachforschungen. Mit der Zeit verfestigte sich eine mehr oder weniger gesichtslose Täter- / Opfererzählung, die erst mit Fristabläufen der Archive persönliche Konturen gewann: wenn überhaupt jemand danach suchte. Gräbt man tiefer, tauchen bis in die Gegenwart Versatzstücke aus der Terrorzeit auf, die helfen Lügengeschichten der Nachkriegszeit zu entlarven. Deren Verfasser haben sich zu Komplizen der Nazi-Täter gemacht. Sie sind es, für die Ralph Giordano den Begriff von der zweiten Schuld geprägt hat. Genau wie im November 1938 kamen sie nicht von außen.

Referent und weitere Mitwirkende: Thilo Figaj, Lorsch
Kooperationspartner: Stadt Hemsbach

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