"Man hat sich hierzulande daran gewöhnt" - Antisemitismus in Deutschland heute

"Man hat sich hierzulande daran gewöhnt" - Antisemitismus in Deutschland heute

Eine Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung.
Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 7. November 2018, 18 Uhr.

Die Wanderausstellung informiert über die Gefahren und Bedrohungen durch aktuellen Antisemitismus. Um die Wahrnehmung für dieses Problem in der Bevölkerung zu schärfen, wird die Alltäglichkeit des Antisemitismus aufgezeigt. Die Ausstellung thematisiert jedoch auch neue Formen, wie z.B. den islamistischen Antisemitismus. Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung ist die Frage, was man konkret gegen Antisemitismus unternehmen kann.

Terroranschläge, körperliche Gewalt, Drohanrufe, Brandsätze, Schändungen, Graffiti, aggressive Statements von Politikern oder Hate Sites im Internet: Seit einigen Jahren steigt die Zahl antisemitischer Bedrohungen und Angriffe. Das Klima ist rauer geworden.
Der Antisemitismus hat eine neue Qualität erreicht: Antisemitische Äußerungen stoßen in privaten Gesprächen, in der Schule und in der Öffentlichkeit immer seltener auf Widerspruch.
In der Ausstellung werden Friedhofsschändungen, Bedrohungen im Alltag aber auch neue Erscheinungsformen des Antisemitismus dokumentiert.

Die Ausstellung im Überblick

Auf Schautafeln werden die verschiedenen Ausprägungen von Antisemitismus dargestellt und erörtert. Die Themen sind:
- Was ist Antisemitismus?
- Antisemitismus im Alltag
- Deutschland, Europa und die Welt: Globale Dimensionen des Antisemitismus
- Die Beständigkeit des Antisemitismus
- Die neue Dimension des Antisemitismus
- Antisemitismus unter Jugendlichen in Deutschland

Als Teil zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Antisemitismus soll die Ausstellung über Antisemitismus aufklären, zum Nachdenken anregen und zum aktiven Engagement aufrufen.

Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 7. November 2018, 18 Uhr, Saal

Begrüßung und Eröffnung der Ausstellung: Susanne Deß, Geschäftsführerin der Mannheimer Abendakademie
Einführungsvortrag: Die Schande des historischen und wieder aufflammenden Antisemitismus, Roland Hartung, Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Mannheimer Abendakademie

Musikalische Begleitung
Es musizieren die Brüder Holger Teichert (Klarinette) und Jörg Teichert (Gitarre) vom Klezmer Quartett Heidelberg, zusammen mit Michael Herzer am Kontrabass. Klezmer im engeren Sinn ist die traditionelle Hochzeits- und Festmusik der jiddischsprachigen aschkenasischen Juden im Osteuropa des 18. und 19. Jahrhunderts. Es handelte sich bei dieser traditionellen Klezmermusik um eine Instrumentalmusik, hauptsächlich gespielt mit Fidl und Zimbl (Hackbrett), erst viel später setzte man die heute typischen Klezmerinstrumente Klarinette und Akkordeon ein.

Roland Hartung
Seit 1967 engagiert sich Roland Hartung für die Belange der Mannheimer Abendakademie. Seit einigen Jahren widmet er sich intensiv der Lebensgeschichte des in Theresienstadt ermordeten Judenältesten und ehemaligen Leiters der Mannheimer Volkshochschule, Dr. Paul Eppstein. 1979 bis 2009 war er ihr Verwaltungsratsvorsitzender. In dieser Funktion setzte er sich maßgeblich für den Neubau in U1 ein. Bis heute ist Roland Hartung als stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender aktiv

Die Ausstellung ist im Foyer der Abendakademie zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen. Eintritt frei.

Dauer der Ausstellung: 7.11. - 20.12.2018

Begleitveranstaltungen zur Ausstellung:

18. Dez. 2018, 19:00 Uhr

Warum bedroht der Antisemitismus nicht nur Juden?

Der freiheitliche Rechtsstaat basiert auf der Übereinkunft zu freiheitlichen Regeln, die allen Menschen gerecht werden. Im Weltbild von Antisemiten jedoch herrscht keine gute Macht und kein Grund für ein Vertrauen ...

Veranstalter: Mannheimer Abendakademie

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