Paul Maximilian Eppstein -ein deutsches, ein jüdisches Leben (1902 - 1944)

Paul Maximilian Eppstein -ein deutsches, ein jüdisches Leben (1902 - 1944)

Vortrag von Roland Hartung. Der erste Preisträger der Paul-Eppstein-Medaille wird auf der Grundlage von neuem Quellenmaterial den neuesten Forschungsstand zum dramatischen Leben von Paul Eppstein präsentieren.

Dr. Paul Maximilian Eppstein

(* 4. März 1902, Ludwigshafen, † 27. September 1944, Theresienstadt)
Die frühen Kinderjahre verbrachte Paul Eppstein in Ludwigshafen, bevor die Familie 1908 nach Mannheim verzog. 1920 machte er in Mannheim an der Oberrealschule sein Abitur, anschließend
studierte er an der Universität Heidelberg Rechts- und Staatswissenschaften, Soziologie und Volkswirtschaft. Er promovierte 1924 an der philosophischen Fakultät.
1928 wurde er ehrenamtlicher Leiter der Volkshochschule Mannheim, die sich in wenigen Jahren zu einem der wichtigsten Institute dieser Art in Deutschland entwickelte. Am 14. August 1930 heiratete er Hedwig Strauß (geb. 1903). Eppstein lehrte in den 1930er Jahren an der Handelshochschule Mannheim Volkswirtschaft.

1933 musste er die Leitung der Volkshochschule niederlegen und wurde vom Vorstand der Reichsvertretung der Deutschen Juden in Berlin aufgefordert, diesem beizutreten, wo er überwiegend mit Verwaltungsfragen und sozialen Aufgaben beschäftigt war. Nach den Novemberpogromen 1938 erhielt Eppstein eine Einladung aus England zu Vorlesungen in Soziologie, was er jedoch ablehnte, da er Deutschland nicht verlassen wollte. Er war ab Juli 1939 in der neu geschaffenen Reichsvereinigung der Juden in Deutschland tätig und musste mehrmals im Reichssicherheitshauptamt im sogenannten Eichmannreferat erscheinen.

Im Januar 1943 wurde Eppstein zusammen mit seinerFrau ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er als Nachfolger von Jakob Edelstein zum Judenältesten ernannt wurde. In dieser Funktion hatte er unter anderem die tragische Aufgabe, die Deportationen in die Vernichtungslager mit vorzubereiten. Am 27. September 1944 wurde er von SS-Männern in der Kleinen Festung Theresienstadt erschossen. Seine Frau wurde am 28. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert, wo sie ebenfalls umkam.

In Zusammenarbeit mit dem VolkshochschulKuratorium e.V., der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Jüdischen Gemeinde Mannheim.

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