Pessach: Das Fest der ungesäuerten Brote

Ausschnitt aus der Haggadah (Foto: Wikicommons, Scribe: Menahem) Ausschnitt aus der Haggadah (Foto: Wikicommons, Scribe: Menahem)

11. bis 18. April 2017

In den Nissan fällt das erste der drei Wallfahrtsfeste, das Pessachfest, das in der Bibel auch als Fest der Mazzot (Singular: Mazza), der ungesäuerten Brote, bezeichnet wird. Der Name Pessach (Überschreitung) stammt von dem in der Bibel gebotenen Opfer eines Lammes, das vor dem Auszug der Israeliten aus Ägypten geschlachtet und gegessen wurde. Im Bibeltext (2. Buch Mosis, 12, 27) heißt es, Gott habe, als er alle Erstgeborenen in Ägypten erschlug, die Israeliten verschont, indem er ihre Häuser überging. Daher wird dieses Fest Überschreitung genannt; auch das geopferte Lamm wird mit diesem Namen bezeichnet.

Wie alle Wallfahrtsfeste hat Pessach eine historische und eine mit der Natur verbundene Bedeutung. Historisch erinnert das Fest an den Auszug der Israeliten aus Ägypten, und noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis nur Ungesäuertes gegessen, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. In landwirtschaftlicher Hinsicht ist Pessach mit der Ernte der Wintergerste verbunden...

Pessach wird acht Tage lang, vom 15. bis zum 22. Nissan, begangen (in Israel bis zum 21. Nissan). Zu den Hauptmerkmalen dieses durch seine Vorschriften besonders eindrucksvollen Festes gehört das Verbot, Gesäuertes (hebr. Chamez) zu genießen, oder es überhaupt zu besitzen. Unter Gesäuertem werden alle Getreideprodukte verstanden, die in irgendeinem Stadium, selbst vor dem Mahlen, durch die Einwirkung von Fermenten, vor Feuchtigkeit oder Hitze einen Gärungsprozeß durchgemacht haben. Um die Wohnung von Gesäuertem zu befreien, findet deshalb vor Pessach ein äußerst gründlicher Hausputz statt. Der Hausherr ist verpflichtet, am Vorabend des 14. Nissan – bzw. falls das ein Sabbat ist, bereits einen Tag früher – das gesamte Haus nach noch vorhandenem Gesäuerten zu durchsuchen und seinen Fund dann am Morgen zu verbrennen. Ebenso müssen alle Küchengeräte und Bestecke durch Ausglühen oder Auskochen von gesäuerten Rückständen befreit werden.

Weiterlesen auf der Website des Zentralrats der Juden: http://www.zentralratdjuden.de/de/article/240.pessach.html

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