Brüderlichkeit" und "Was bleibt?"

Kunst als Medium der Erinnerung.

Am Sonntag, dem 23. September lädt die KZ-Gedenkstätte Neckarelz von 14 bis 17 Uhr zum Kunst-Fest in den Schulhof der Clemens-Brentano-Grundschule in Neckarelz.  Ausgestellt und eingeweiht werden dort um 15 Uhr 18 Kunstwerke von Format: nämlich ein Riesenwerk von Harald Gruber (Karlsruhe/Dessau) und Harald Latuner (Mulhouse) sowie 17 Werke von SchülerInnen des Ganztagsgymnasiums Osterburken, die alle genau 1 m² groß sind – und dies mit Grund. Entstanden sind beide im Rahmen eines groß angelegten Kunstprojekts zum Kulturerbejahr 2018.

32 KünstlerInnen aus Frankreich und Deutschland malten in national gemischten Tandems 16 Bilder. Vorgegeben waren  das Format - 3,60 auf 2,60 m - und das Motto: "FRATERNITÉ/BRÜDERLICHKEIT". Den dunklen Hintergrund dazu bildete die Geschichte des Konzentrationslagers Natzweiler und seiner Außenlager auf beiden Seiten des Rheines. Das Motto hat eine große Spannweite: es führt von einer Forderung der Französischen Revolution über die schwierige und stets bedrohte Brüderlichkeit unter den KZ-Häftlingen in die komplizierte Realität des heutigen Europa.
Anreger/Auftraggeber waren die Gedenkstätten, die heute ein grenzübergreifendes Netzwerk der Erinnerungskultur bilden. Dieses Netzwerk sollte auf neue Weise sichtbar gemacht werden. Die entstandenen Kunstwerke wurden zunächst zentral in Stuttgart und der Gedenkstätte Natzweiler ausgestellt, danach wandern sie in deutsche und französische Gedenkstätten der Außenlager.

Parallel zur Entstehung der großformatigen Bilder lief ein pädagogisches Projekt. Die Künstler besuchten zusammen mit Schülerinnen die Gedenkstätten und leiten gemeinsam mit den Kunstlehrern die Schüler zu kreativen Arbeiten an. Dieses Projekt stand unter dem Motto "WAS BLEIBT?"
Unterstützt wurde das Ganze von zahlreichen Partnern auf beiden Seiten des Rheines, darunter dem Eurodistrict Strasbourg und dem Förderprogramm Interreg, dem Landesdenkmalamt, der Baden Württemberg Stiftung sowie die Direction Régionale des Affaires Culturelles Bas-Rhin.
Dass dabei überraschende, spannende und zur Diskussion herausfordernde Werke entstanden sind, davon können sich die BesucherInnen am 23. September überzeugen – und erfahren, was hinter dem Quadratmeter-Format der jungen KünstlerInnen steckt …

Ein kleiner Flohmarkt mit Büchern und Erinnerungsstücken sowie Bewirtung mit Kaffee und Kuchen runden das Angebot ab.

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